Der Verkehr muss raus aus Uedem____ Die Interessengemeinschaft der Gustav-Adolf-Straße

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Stellungnahme der Stadt Kevelaer zur B67n

Wer wir sind und was wir wollen

Liebe Besucher,

der ursprünglich nur landwirtschaftlich genutzte Weg am Westrand der Stadt wurde zu einer Umgehungstraße ausgebaut, die auch spürbar zur Entlastung des Stadtkerns (L362) beitrug. Durch das zunehmende Verkehrsaufkommen in den 1980ern und 1990ern spitzte sich die Situation jedoch für die Anwohner zu, zumal durch Lückenbebauung die L5 im Bereich Gustav-Adolf-Straße vollständig beiderseits des Straßenverlaufs mit Wohnhäusern bebaut wurde. Somit verlief nach wenigen Jahren die ehemalige Umgehungsstraße bereits wieder innerhalb des Stadtgebietes.

Aber auch die L5 in Richtung Weeze (Weezer Straße) sieht sich einem ständig steigenden Verkehrsaufkommen ausgesetzt. Auch hier befahren täglich Hunderte von LKW und viele Tausend PKW die schmale Straße. Etwas besser sieht es im Stadtkern aus, doch auch hier sind der Anwohner der L362 dem Verkehrslärm von unzähligen Pendlern ausgesetzt, die täglich die Schustergemeinde auf kürzestem Wege durchqueren.

Im Jahre 2005 wurde die Interessengemeinschaft "Verkehr raus aus Uedem" durch einen engagierten Einwohner Uedems, Herrn Jörg Zautner, gegründet. Es folgten einige Flugblattaktionen, um größere Anteile der Uedemerinnen und Uedemer über die wachsende Belastung durch den Straßenverkehr aufmerksam zu machen. Nachdem sich Herr Zautner zurückgezogen hatte, wurde die Interessengemeinschaft durch einige Anwohner der Gustav-Adolf-Straße weitergeführt.

Es folgten zwischen 2006 und 2008 mehrfach Gespräche mit dem Rat der Gemeinde Uedem und Vertretern des Landkreises Kleve als Träger der L5, die im Stadtbereich Uedem die stark belastet Umgehungstraße bildet (Bahnhofstraße, Gustav-Adolf-Straße, Am Kirchenhecken). Hier wurde wiederholt der schlechte Zustand der Gustav-Adolf-Straße und die dadurch bedingte Belastung der Anwohner durch Lärm und Erschütterungen angesprochen. Auch wurde mehrfach auf dem Wege von Eingaben an den Landkreis versucht, verkehrsberuhigenden Maßnahmen in Form einer Geschwindigkeitsbegrenzung (30er Zone) und eines Nachtfahrverbotes für LKW durchzusetzen. Diese Eingaben blieben jedoch bisher erfolglos.

Eine erfolgreiche Flugblatttaktion fand im Vorfeld der Kommunalwahlen 2009 statt, auch um den durch die örtliche SPD eingebrachten Vorschlag zur Eigenfinanzierung einer L5n aus Gemeindegeldern (ca. 3 Mio €) zu stoppen.

Es folgten weitere Flugblattaktionen, vor allem im Vorfeld der Ratssitzung vom 19. November 2009, in dem dann der Beschluß vom 18. November 2000 (gegen den Bau B67n) aufgehoben wurde und der Weg für die längst überfällige Beteiligung der Gemeinde Uedem am Planungsverfahren zur B67n frei gemacht wurde.

Der im Jahre 2000 noch als sicher geltende Baubeginn einer L5n als neue Umgehungsstraße wurde mehrfach verschoben und ist aktuell (2012) nicht in den nächsten 10 Jahren zu erwarten. Neben den weitergeführten Bemühungen, doch noch verkehrslenkende Maßnahmen durchzusetzen, verbleibt vor allem der geplante Bau der B67n als überregional bedeutsames Verkehrsprojekt für den Niederrhein als realistische Chance, die Verkehrsströme zugunsten der Anwohner der L5 und der L362 neu zu verteilen. Eine spürbare Entspannung der Verkehrsdichte und damit eine Verringerung der Lärmbelästigung wird erwartet.

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